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Freiwilliges Engagement in Österreich

Freiwilliges Engagement Freiwilliges Engagement liegt vor, wenn natürliche Personen freiwillig Leistungen für andere, in einem organisatorischen Rahmen, unentgeltlich, mit dem Zweck der Förderung der Allgemeinheit oder aus vorwiegend sozialen Motiven und ohne dass dies in Erwerbsabsicht, aufgrund eines Arbeitsverhältnisses oder im Rahmen einer Berufsausbildung, erfolgt, erbringen. hat in Österreich einen großen Stellenwert. In den letzten Jahren wurden zur Förderung des freiwilligen Engagements auf den unterschiedlichsten Ebenen und in den verschiedensten Bereichen Maßnahmen gesetzt, die der stetigen Verbesserung der Rahmenbedingungen zur Realisierung dieses bedeutungsvollen Engagements dienen. Mit dem Bundesgesetz zur Förderung von freiwilligem Engagement (Freiwilligengesetz, BGBl. I Nr. 17/2012 idgF) wurde 2012 erstmals ein rechtlicher Rahmen zur Unterstützung dieses gesellschaftlich wichtigen und wertvollen Einsatzes geschaffen.

In Organisationen und Vereinen sind rund 2 ,3 Millionen Menschen unbezahlt aktiv tätig. Freiwilliges Engagement bietet unserer Gesellschaft einen Mehrwert, ist aber kein Ersatz für bezahlte Arbeit. Der Zeitaufwand für freiwilliges Engagement ist erheblich. Die Mehrzahl der freiwillige Engagierten/Ehrenamtlichen sind bis zu 30 Tage im Jahr im Einsatz.

Die Mehrzahl der Freiwilligen engagiert sich regelmäßig. Viele engagieren sich - oft zusätzlich - bei zeitlich begrenzten Projekten. Freiwilliges Engagement bringt nicht nur der Gesellschaft, sondern auch dem Einzelnen viel. Freiwilligenengagement ist nicht nur ein interessanter Ausgleich zu Beruf und Ausbildung, sondern eine spannende Chance, sich neue Kompetenzen anzueignen, eigene Stärken zu entwickeln, Verantwortung zu übernehmen, sich einzubringen, mitzugestalten und aktiv zu bleiben. Das eröffnet viele neue Perspektiven.

Die Beteiligungsquote am gesamten Freiwilligenengagement ist bei Frauen und Männern gleich hoch. Jeweils knapp die Hälfte (46%) übt eine Freiwilligentätigkeit aus.

Vergleicht man  formelle Formelle Freiwilligenarbeit bzw. Ehrenamt: Dabei handelt es sich um unbezahlte Leistungen in Organisationen und Vereinen (z. B. Freiwillige Feuerwehr, Rettungsdienste, Sozialein­richtungen, Sportvereine, Kultur- vereine, Umweltvereine, Kirche etc.). und  informelle Informelle Freiwilligenarbeit bzw. Nachbarschaftshilfe: Sie erfolgt ebenfalls unbezahlt im privaten Umkreis außerhalb des eigenen Haushaltes. Dazu zählen z. B. Amtswege erledigen, Unterstüt­zung bei Haus- und Gartenarbeiten, persönliche Unterstützung etc. Freiwilligentätigkeit, so zeigt sich, dass im formellen Bereich der Anteil der Männer um rund 6 Prozentpunkte höher als jener der Frauen ist. Umgekehrt ist es im informellen Bereich, also der Nachbarschaftshilfe: Hier sind mit 33% wesentlich mehr Frauen als Männer (28%) aktiv.

Die Beteiligung am Freiwilligenengagement ist in allen Altersgruppen hoch. Bei den 15 - 29 Jährigen sind es 43 %. Bei den 30- bis 59-Jährigen beläuft sich der Anteil auf 46 bis 50 Prozent. Die höchste Beteiligungsquote (57 %) weisen die 60- bis 69-Jährigen auf – also jene, die sich auch nach Ende ihrer Erwerbsarbeit mit gemeinnützigen Aktivitäten einbringen wollen und können. Dies trifft sowohl auf eine ehrenamtliche Funktion als auch auf die Nachbarschaftshilfe zu. Selbst von den 70- bis 79-Jährigen beteiligen sich noch viele im Freiwilligenengagement (43 %). Aber sogar bei den über 80-Jährigen ist ein Viertel in der einen oder anderen Form der Freiwilligentätigkeit noch aktiv.

Untersuchungen zeigen, dass in der Freiwilligenarbeit Fähigkeiten wie Verantwortungsbereitschaft, rhetorische Fähigkeiten, organisatorisches Talent, Teamfähigkeit oder Führungsqualität trainiert werden. Zahlreiche Unternehmen berücksichtigen freiwilliges Engagement bei Bewerbungen. Freiwilligenarbeit verbessert für jüngere Menschen deshalb auch die persönlichen Arbeitsmarkt- und Karrierechancen. Tätigkeiten in der Freiwilligenarbeit können zudem neue soziale Kontakte bringen, ein aktives gesellschaftliches Leben fördern und die Lebensqualität erhöhen. Studien dokumentieren den engen Zusammenhang zwischen Freiwilligenarbeit und Gesundheit. Freiwilliges Engagement kann sich positiv auf den Gesundheitszustand, das Wohlbefinden und das Selbstwertgefühl, insbesondere auch im Alter auswirken.

Enorme 46% der Bevölkerung ab 15 Jahren betätigen sich freiwillig und leisten damit einen unverzichtbaren Beitrag für den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft und unsere hohe Lebensqualität.


Freiwilligensektor auf einen Blick
> Katastrophenhilfs- und Rettungsdienste
> Kunst, Kultur, Unterhaltung und Freizeit
> Umwelt, Natur und Tierschutz
> Kirchlicher und religiöser Bereich
> Sozial- und Gesundheitsbereich
> Politische Arbeit und Interessenvertretung
> Bürgerschaftliche Aktivitäten
> Bildung
> Sport und Bewegung


 

Österreichischer Freiwilligensektor

Katastrophenhilfsdienste

Insgesamt engagieren sich in Österreich rund 360.000 Personen freiwillig für Katastrophenhilfs-...

Kirche und Religion

Im kirchlichen und religiösen Bereich spielt Freiwilligentä­tigkeit mit rund 360.000...

Politische Arbeit

Rund 216.000 Personen engagieren sich in Österreich ehrenamtlich im Bereich Politik und...

Gemeinwesen

Der Bereich bürgerschaftliche Aktivitäten und Gemeinwesen hat in Österreich eine lange Tradition...

Sport und Bewegung

Im Bereich Sport und Bewegung sind in Österreich rund 576.000 Personen freiwillig tätig.

Beweggründe für die Freiwilligentätigkeit

Österreichs Freiwillige bewegen viel. Und das aus höchst unterschiedli­chen Motiven. Die wichtigsten Motive für Freiwilligenarbeit sind: anderen Menschen helfen (90 Prozent), Spaß am Engagement haben und etwas Nützliches zum Gemeinwohl beitragen (jeweils 82 Prozent), mit Menschen in Kontakt kommen sowie eigene Fähigkeiten und Kenntnisse einbringen (je 74 Prozent), selbst aktiv bleiben (71 Prozent), sich für eine wichtige Sache engagieren (68 Prozent), dazulernen (65 Prozent) oder es bringt mir selbst einen Nutzen (64 Prozent). Die Vielfalt der Motive und Antriebskräfte widerspiegelt sich in einer vielfältigen und bunten Freiwilligen-Kultur.

Ja