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Freiwilliges Engagement in Österreich

Freiwilliges Engagement hat in Österreich einen großen Stellenwert. In den letzten Jahren wurden zur Förderung des freiwilligen Engagements auf den unterschiedlichsten Ebenen und in den verschiedensten Bereichen Maßnahmen gesetzt, die der stetigen Verbesserung der Rahmenbedingungen zur Realisierung dieses bedeutungsvollen Engagements dienen. Mit dem Bundesgesetz zur Förderung von freiwilligem Engagement (Freiwilligengesetz) wurde 2012 erstmals ein rechtlicher Rahmen zur Unterstützung dieses gesellschaftlich wichtigen und wertvollen Einsatzes geschaffen.

Enorme 46% der Bevölkerung ab 15 Jahren betätigen sich freiwillig und leisten damit einen unverzichtbaren Beitrag für den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft und unsere hohe Lebensqualität.

Das sind mehr als 3,3 Millionen Menschen in Österreich, die sich freiwillig engagieren. In Organisationen und Vereinen sind rund 2 Millionen Menschen unbezahlt aktiv tätig. Freiwilliges Engagement bietet unserer Gesellschaft einen Mehrwert, ist aber kein Ersatz für bezahlte Arbeit.

Der Zeitaufwand für freiwilliges Engagement ist erheblich. Sieben von zehn freiwillig Engagierten sind bis zu 30 Tage im Jahr im Einsatz. Die Mehrzahl der Freiwilligen engagiert sich regelmäßig. Viele engagieren sich - oft zusätzlich - bei zeitlich begrenzten Projekten. Freiwilliges Engagement bringt nicht nur der Gesellschaft, sondern auch dem Einzelnen viel. Freiwilligenarbeit ist nicht nur ein interessanter Ausgleich zu Beruf und Ausbildung, sondern eine spannende Chance, sich neue Kompetenzen anzueignen, eigene Stärken zu entwickeln, Verantwortung zu übernehmen, sich einzubringen, mitzugestalten und aktiv zu bleiben. Das eröffnet viele neue Perspektiven.

Nahezu jeder zweite männliche Befragte engagiert sich freiwillig. Bei den Frauen beträgt der Anteil rund 42 Prozent. Vergleicht man formelle und informelle Freiwilligentätigkeit, so zeigt sich, dass im formellen Bereich der Anteil der Männer um rund 8 Prozentpunkte höher als jener der Frauen ist. Mitausschlaggebend ist dabei, dass Männer sich verstärkt Freiwilligentätigkeiten zuwenden, die ein höheres Sozialprestige als beispielsweise die Nachbarschaftshilfe haben. Männer fühlen sich eher von Ehrenämtern angezogen, die Funktionen bzw. Möglichkeiten bieten, Ansehen zu erwerben und dadurch den eigenen gesellschaftlichen Status zu erhöhen.

Untersuchungen zeigen, dass in der Freiwilligenarbeit Fähigkeiten wie Verantwortungsbereitschaft, rhetorische Fähigkeiten, organisatorisches Talent, Teamfähigkeit oder Führungsqualität trainiert werden. Zahlreiche Unternehmen berücksichtigen freiwilliges Engagement bei Bewerbungen. Freiwilligenarbeit verbessert für jüngere Menschen deshalb auch die persönlichen Arbeitsmarkt- und Karrierechancen. Tätigkeiten in der Freiwilligenarbeit können zudem neue soziale Kontakte bringen, ein aktives gesellschaftliches Leben fördern und die Lebensqualität erhöhen. Studien dokumentieren den engen Zusammenhang zwischen Freiwilligenarbeit und Gesundheit. Freiwilliges Engagement kann sich positiv auf den Gesundheitszustand, das Wohlbefinden und das Selbstwertgefühl, insbesondere auch im Alter auswirken.

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