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Rahmen für formelle freiwillige Tätigkeiten

Unentgeltliche Leistung?

Das Bundesgesetz zur Förderung von freiwilligem Engagement (FreiwG) regelt erstmalig in Österreich Rahmenbedingungen für formelle freiwillige Tätigkeiten im Interesse der Allgemeinheit. Ziel ist es, freiwillige Tätigkeiten zu unterstützen und die Teilnahme am Engagement zu fördern, um den Zusammenhalt zwischen den sozialen Gruppen, den Gene­rationen und Kulturen sowie die gesellschaftliche und soziale Verantwortung zu stärken.

Unter freiwilligem Engagement ist dabei die freiwillige unentgeltliche Leistung natürlicher Personen für andere innerhalb eines organisatorischen Rahmens zu verstehen, welche aus vorwiegend sozialen Motiven und zur Förderung der Allgemeinheit erfolgt.

Unter einer Freiwilligenorganisation ver­steht das Gesetz gemeinnützige juristische Personen öffentlichen oder privaten Rechts, deren Tätigkeit in hohem Ausmaß von Freiwilligen erfolgt, die nicht gewinnorientiert arbeiten und ihren Sitz im Inland haben. Politische Parteien im Sinne des Parteiengesetzes fallen nicht darunter.

Sonderformen?

Wichtiges Anliegen des Freiwilligengesetzes war auch die Regelung des Freiwilligen Sozialjahres (FSJ), des Freiwilligen Umweltschutzjahres (FUJ), des Gedenkdienstes im In- und Ausland und des Friedens- und Sozialdienstes im Ausland.

Diese einmaligen freiwilligen Einsätze mit einer Dauer von sechs bis zwölf Monaten in bestimmten Einsatzstellen zählen zu den besonderen Formen des frei­willigen Engagements. Sie dienen der Berufsorientierung und werden als Ausbildungsverhältnis angesehen.

Die Freiwilligen sind kranken-, unfall- und pensionsversichert, erhalten ein Taschen­geld und gegebenenfalls Familienbeihilfe. Trägerorganisationen haben zur Sicherstellung eines hochwertigen qualitativen Einsatzes und zum Schutz der Teilnehmenden gesetzlich definierte wirtschaftliche, fachliche, pädagogische und personelle Voraussetzungen zu erfüllen. Nur dann kann eine bescheidmäßge Anerkennung seitens des Bundesministeriums erfolgen.

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Das Bundesgesetz regelt Rahmenbedingungen für formelle freiwillige Tätigkeiten im Interesse der Allgemeinheit mit der Zielsetzung, solche Tätigkeiten zu unterstützen und die Teilnahme zu fördern. Damit sollen der Zusammenhalt zwischen den sozialen Gruppen, den Generationen und Kulturen sowie die gesellschaftliche und soziale Verantwortung gestärkt werden. (§ 1 FreiwG)

Freiwilligengesetz

Weitere Bestimmungen

Anerkennungsfonds und Freiwilligenrat

Mit dem Freiwilligengesetz wurde der Anerkennungsfonds für Freiwilliges Engagement als zu­sätzliche Unterstützungsmöglichkeit für freiwilliges Engagement in Österreich eingerichtet und der seit 2003 bestehende Freiwilligenrat gesetzlich verankert. Frei­willigenorganisationen können unter bestimmten Voraussetzungen für freiwilligenspezifische Projekte oder bewusstseinsbildende Maßnahmen Förderungen beantragen. Der Fonds fördert Aktivitäten und Initiativen, die zur Entwicklung oder Durchführung von innovativen Maßnahmen beitragen und zur nachhaltigen Sicherung des freiwilligen Engagements dienen. Eine weitere gesetzliche Maßnahme zur Förderung und Verbesserung der Rahmenbedingungen für freiwilliges Engagement stellt der Entfall der Eingabegebühr für Strafregisterbescheinigungen für Freiwillige in Freiwilligenorganisationen dar.

Freiwilligenpass

Zur Forcierung und Sicherung einer möglichst hohen Qualität sind Freiwilligenorganisationen ange­halten, den Freiwilligen einen Nachweis über ihre Tätigkeiten, über die Dauer und den Umfang des freiwilligen Einsatzes und die dabei erworbenen Kompetenzen auszustellen. Als Referenz dient der vom Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz (Sozialministerium) gemein­sam mit dem Österreichischen Freiwilligenrat entwickelte Österreichische Freiwilligenpass.

Freiwilligenbericht

Um eine regelmäßige, fundierte Analyse der Lage und Entwicklung des freiwilligen Engagements in Österreich zu gewährleisten und die breite Öffentlichkeit über Stand und Perspektiven dieses ge­sellschaftspolitischen Engagements zu informieren, sieht das Freiwilligengesetz einen Freiwilligenbericht vor, der - unter Mitwirkung des Österreichischen Freiwilligenrats - in periodischen Abständen erstellt wird.

Nein