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Lage und Perspektiven des freiwilligen Engagements in Österreich

Gemäß § 4  Abs. 1 Freiwilligengesetz (BGBl. I 17/2012) ist unter Mitwirkung des Österreichischen Freiwilligenrats in periodischen Abständen ein Bericht über die Lage und Entwicklung des freiwilligen Engagements in Österreich zu erstellen.

2. Freiwilligenbericht

Cover des 2. Freiwilligenberichtes
Der 2. Freiwilligenbericht wurde in den Jahren 2013 und 2014 in enger Abstimmung und im Zusammenwirken mit dem Österreichischen Freiwilligenrat erstellt und am 14.4.2015 dem Ministerrat und in der Folge dem Parlament vorgelegt. Freiwilliges Engagement hat in Österreich einen großen Stellenwert und ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Gesellschaft. Freiwilligentätigkeit manifestiert sich in den unterschiedlichsten Bereichen; sie tritt sowohl formell (im Rahmen einer Organisation) als auch informell ohne organisatorischen Rahmen (z. B. Nachbarschaftshilfe) auf.

Ziel des Freiwilligenberichtes ist es, einen umfassenden Überblick über die Formenvielfalt freiwilligen Engagements zu bieten, die strukturellen Rahmenbedingungen und Bereiche des Freiwilligensektors darzustellen, Bedeutung, Wirkung, Nutzen sowie die Perspektiven zu analysieren. Im Jahr 2012 wurde durch das BMASK eine bundesweite repräsentative Bevölkerungsbefragung über das freiwillige Engagement in Auftrag gegeben. Die vom Institut für empirische Sozialforschung erhobenen Daten (IFES-Studienbericht 2013) wurden in diesen Bericht integriert. Ergänzend wurde im Februar 2014 eine Onlineerhebung bei österreichischen Freiwilligenorganisationen durchgeführt. Um der ungeheuren Entwicklungsdynamik des Freiwilligensektors möglichst gerecht zu werden, wurde auch Wert darauf gelegt, bislang kaum bzw. nur am Rande betrachtete Formen des freiwilligen Engagements in die Analyse einzubeziehen. Dies gilt etwa für das freiwillige Engagement der Wirtschaft (Stichwort: Corporate Volunteering) oder für neuere Formen des Volunteering (z.B. Online-Volunteering).

Der 2. Freiwilligenbericht umfasst fünf Kapitel

  • Was ist freiwilliges Engagement?
  • Beteiligung, Strukturen und Bereiche des Freiwilligensektors
  • Bedeutung und Wirkung von freiwilligem Engagement
  • Perspektiven des freiwilligen Engagements
  • Ausblick: Entwicklungen und Trends
     

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1. Freiwilligenbericht

Der Bericht fasst unter dem Begriff „freiwilliges Engagement“ zusammen, was nicht nur im Alltagsgebrauch, sondern auch in der wissenschaftlichen Forschung sehr unterschiedlich bezeichnet wird: Freiwilligenarbeit, Ehrenamt, bürgerschaftliches Engagement etc. Mit jedem Begriff wird etwas Spezifisches hervorgehoben, eine Perspektive ins Blickfeld gerückt, werden neue Assoziationen ausgelöst – zugleich wird etwas anderes vernachlässigt oder ausgeblendet. Der einheitsstiftende und alle Sachverhalte angemessen repräsentierende Begriff ist nicht zu finden.

In zwölf Kapiteln befasst sich der vorliegende Bericht insbesondere mit Fragen des Zugangs zur Freiwilligenarbeit für verschiedene Bevölkerungsgruppen, aber auch mit der Bedeutung des freiwilligen Engagements für Gesellschaft und Organisationen. Der Bericht macht deutlich, dass ein hohes Maß an bezahlter Beschäftigung und sozialer Sicherheit die beste Voraussetzung für freiwillige Betätigung schafft.

Cover des 1. Freiwilligenbericht
Die Vorbereitung des Berichts wurde von einer Arbeitsgruppe des Österreichischen Rates für Freiwilligenarbeit (ÖFR) unter Beteiligung der dort präsenten Interessenvertreterinnen und -vertretern aus allen gesellschaftlichen Bereichen begleitet. Ziel des Berichts war es einerseits, anhand der im Rahmen einer Mikrozensus-Zusatzerhebung im letzten Quartal des Jahres 2006 erhobenen Daten die Situation des freiwilligen Engagements in Österreich unter verschiedenen Gesichtspunkten zu analysieren und darzustellen. Andererseits wurden Themen genauer betrachtet, die im Zusammenhang mit freiwilligem Engagement von Interesse sind. Dabei galt es mitunter auch in Bereiche vorzudringen, die bislang empirisch noch wenig erforscht wurden und – durchaus kontrovers – eher auf theoretischer Basis abgehandelt wurden.

Ergänzend wurden zehn Interviews mit Vertreterinnen und Vertretern verschiedener Freiwilligenorganisationen und Interessenvertretungen geführt. Weiters wurden Fokusgruppen eingeladen, in je zwei dreistündigen Sitzungen zu verschiedenen Themen zu diskutieren. Teilgenommen haben insgesamt zwölf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Freiwilligenorganisationen verschiedener Tätigkeitsbereiche. Diese Herangehensweise erschien sinnvoll und wichtig, um die gesellschaftspolitische Diskussion zum freiwilligen Engagement zu fördern. Eingebunden wurde eine Gruppe von Autorinnen und Autoren, die sich seit Längerem wissenschaftlich mit diesen Themen beschäftigt.

Der Bericht macht deutlich, dass ein hohes Maß an bezahlter Beschäftigung und sozialer Sicherheit die beste Voraussetzung für freiwillige Betätigung schafft. Dafür sind die führenden nordeuropäischen Staaten wie Norwegen oder Schweden, vor den Niederlanden, Belgien und Dänemark, Europas beste Vorbilder - für diese Tradition steht auch Österreich. Ebenso werden die Hindernisse für die Beteiligung; insbesondere aus Sicht der Jugend, der älteren Menschen sowie aus der Genderperspektive und nicht zuletzt aus Sicht der zuwandernden ausländischen Mitbürgerinnen und Mitbürger beleuchtet. Er liefert damit wichtige Grundlagen für die Weiterentwicklung der Freiwilligenpolitik, die die Aufgabe hat, bestmögliche Rahmenbedingungen für eine möglichst breite Beteiligung an sozialem Austausch und sozialer Anteilnahme zu schaffen: ob in Kunst und Kultur, Sport und Bewegung, Katastrophenhilfs- und Rettungsdiensten, Umwelt- Natur- und Tierschutz, im kirchlichen und religiösen Bereich, in der politischen Interessensvertretung, in der Bildung und in den Gemeinwesen vor Ort, und nicht zuletzt im Sozial- und Gesundheitsbereich.

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