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Sozialdienst im Ausland

Der Sozialdienst im Ausland gehört zu den besonderen Formen des freiwilligen Engagements, ist im Interesse des Gemeinwohls und kann nicht im Rahmen eines Arbeitsverhältnisses absolviert werden. Er dient der Vertiefung von schulischer Vorbildung, dem Kennenlernen der Arbeit in der Einsatzstelle, der Persönlichkeitsentwicklung, der Erweiterung und Anwendung von Kenntnissen zum Erwerb von Fertigkeiten für soziale Berufsfelder, der Berufsorientierung, der Stärkung sozialer und interkultureller Kompetenzen und der Förderung des sozialen Engagements.

Spezielle Ziele des Sozialdienstes im Ausland sind Beiträge zur wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung eines Landes. Personen ohne einschlägige abgeschlossene Berufsausbildung können nach Vollendung des 17. Lebensjahres –bei besonderer Eignung nach Vollendung des 16. Lebensjahres– einmalig einen Sozialdienst im Ausland bei einer von einem anerkannten Träger zugewiesenen Einsatzstelle absolvieren.

Geeignete Einsatzstellen des Sozialdienstes im Ausland, und zwar Einrichtungen zur Erreichung der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung eines Landes werden vom/von der Bundesminister/in für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz im Einvernehmen mit dem/der Bundesminister/in für Europa, Integration und Äußeres auf Antrag des jeweiligen Trägers unter Bedachtnahme auf die außenpolitischen Interessen der Republik Österreich anerkannt. Mögliche Einsatzbereiche sind: Bildungs- und Aufklärungsarbeit, wissenschaftliche Aufarbeitung und Hintergrundanalysen, Kinder- und Jugendbetreuung, Sozial- und Behindertenhilfe, Betreuung von von Gewalt betroffenen Menschen, Betreuung von Flüchtlingen und Vertriebenen, Betreuung von Obdachlosen, Betreuung von alten Menschen, Krankenanstalten, Mitwirkung bei der Einrichtung bzw. Wiederherstellung von Infrastruktur, Mitwirkung bei der Sozialarbeit mit betroffenen Bevölkerungsschichten, Mitwirkung beim Unterricht in Schulen und Ausbildungswerkstätten und in der Erwachsenenbildung.

Ein Sozialdienst im Ausland dauert je nach Vereinbarung zwischen sechs und zwölf Monaten und kann grundsätzlich jeder Zeit begonnen werden. Aus praktischen Gründen, insbesondere um an den Turnus von Fachhochschulen und Universitäten anzuknüpfen, hat sich ein Beginn des Sozialdienstes im Ausland mit September eingebürgert. Genauere Informationen und Abweichungen vom üblichen Turnus erhalten Sie bei den Trägerorganisationen. Wird ein durchgehend mindestens zehn Monate dauernder Dienst geleistet, kann dieser an den Zivildienst angerechnet werden. Personen, die sich in einem geregelten und geschützten Rahmen sozial engagieren und gleichzeitig ihre persönliche Eignung für einen Sozialberuf überprüfen und ins Ausland gehen möchten, wenden sich entweder an die Fachreferentin oder den Fachreferenten des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz oder direkt an einen anerkannten Träger.

Zivildienstpflichtige werden bis zur Vollendung des 28. Lebensjahres nicht zum Antritt des ordentlichen Zivildienstes herangezogen, wenn sie der Zivildienstserviceagentur vor der Zuweisung zum ordentlichen Zivildienst eine Vereinbarung mit einem nach dem Freiwilligengesetz, BGBl. I Nr. 17/2012 idgF, anerkannten Träger über die Teilnahme an einem durchgehend mindestens zehn Monate dauernden Freiwilligen Sozialjahr, Freiwilligen Umweltschutzjahr oder Gedenkdienst, Friedens- oder Sozialdienst im Ausland oder eine Vereinbarung nach der Verordnung (EU) Nr. 1288/2013 zur Einrichtung von „Erasmus+“, ABl. Nr. L 347 vom 20.12.2013 S. 50 über die Teilnahme an einem durchgehend mindestens zehn Monate dauernden Freiwilligendienst im Ausland vorgelegt haben.

Tipp!

Wenn Sie sich im Ausland engagieren möchten und eine passende Einsatzstelle suchen, können Sie dies über die Kartennavigation machen. Wenn Sie eine passende Einsatzstelle gefunden haben und Informationen hinsichtlich des Bewerbungsablaufes, der Tätigkeit, den dafür notwendigen Voraussetzungen etc. einholen möchten, ist dies ausschließlich über die angegebene Ansprechperson der Trägerorganisation möglich. Von Gesetzes wegen sind die Trägerorganisationen zur Vermittlung von Einsatzstellen vorgesehen und nur diese können Ihnen bei der Suche einer passenden Einsatzstelle zur Seite stehen. Eine direkte Kontaktaufnahme mit der Einsatzstelle führt lediglich zu Verwirrungen und Verzögerungen.

Friedensdienst

Mit Inkrafttreten des neuen Auslandfreiwilligendienstes werden die unterschiedlichen Strukturen der bestehenden Auslandsdienste, also des Friedens-, Gedenk- und Sozialdienstes im Ausland, unter dem Dach des Freiwilligengesetzes zusammengeführt. Neben wesentlichen Maßnahmen zur Qualitätssicherung und Verbesserung der sozialen Absicherung von Freiwilligendiensten führt die Zusammenlegung der Regelungen im Freiwilligengesetz zu spürbaren Verwaltungsvereinfachungen, zudem bringt das Gesetz gleiche Rahmenbedingungen für teilnehmende Frauen und Männer.

Da es sich bei den besonderen Formen des freiwilligen Engagements um Ausbildungsverhältnisse handelt sind für die Teilnehmenden  mindestens 150 Stunden Ausbildung, pädagogische Betreuung und Begleitung und eine maximale Einsatzzeit von 34 Wochenstunden vorgesehen.  Spezielle Ziele des Friedensdienstes im Ausland sind Beiträge zur Sicherung des Friedens im Zusammenhang mit bewaffneten Konflikten eines Landes.

Personen ohne einschlägige abgeschlossene Berufsausbildung können nach Vollendung des 17. Lebensjahres –bei besonderer Eignung nach Vollendung des 16. Lebensjahres– einmalig einen Friedensdienst bei einer von einem anerkannten Träger zugewiesenen Einsatzstelle absolvieren. Die Teilnehmenden haben während ihres Einsatzes Anspruch auf ein Taschengeld und, sofern sie nicht älter als 24 Jahre sind, auch auf die Familienbeihilfe. Personen, die ein 10 Monate dauerndes Freiwilliges Auslandsjahr abgeleistet haben, werden bis zur Vollendung ihres 28. Lebensjahres nicht zum Antritt des ordentlichen Zivildienstes herangezogen.

Geeignete Einsatzstellen des Friedensdienstes im Ausland, und zwar Einrichtungen zur Erreichung oder Sicherung des Friedens im Zusammenhang mit bewaffneten Konflikten werden vom/von der Bundesminister/in für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz im Einvernehmen mit dem/der Bundesminister/in für Europa, Integration und Äußeres auf Antrag des jeweiligen Trägers unter Bedachtnahme auf die außenpolitischen Interessen der Republik Österreich anerkannt. Der Friedensdienst kann nur an Einsatzstellen im Ausland abgeleistet werden.

Mögliche Einsatzbereiche sind: Bildungs- und Aufklärungsarbeit, wissenschaftliche Aufarbeitung und Hintergrundanalysen, Mitwirkung bei der Einrichtung bzw. Wiederherstellung von Infrastruktur.

Ein Friedensdienst dauert je nach Vereinbarung zwischen sechs und zwölf Monaten und kann grundsätzlich jeder Zeit begonnen werden. Aus praktischen Gründen, insbesondere um an den Turnus von Fachhochschulen und Universitäten anzuknüpfen, hat sich ein Beginn des Friedensdienstes mit September eingebürgert. Genauere Informationen und Abweichungen vom üblichen Turnus erhalten Sie bei den Trägerorganisationen.

Personen, die sich für einen Friedensdienst im Ausland interessieren, wenden sich entweder an die Fachreferentin / den Fachreferenten des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz oder direkt an den anerkannten Träger.

Welche Leistungen erhalten die Teilnehmer/-innen?

Gesetzliche Mindestanforderungen

Bevor Sie ins Ausland gehen, sollten Sie mit der jeweiligen Trägerorganisation abklären, ob Ihre Erwartungen mit dem Einsatz übereinstimmen und welche Pflichten und Rechte Sie haben. Hier finden Sie einen kurzen Überblick über die gesetzlichen Mindestanforderungen:

 

  • Sozialversicherungsrechtliche Absicherung und Beitragszahlung (Kranken-, Unfall-, und Pensionsversicherung)
  • Im Krankheitsfall stehen aus der Krankenversicherung Sachleistungen zu
  • Keine Arbeitslosenversicherung, aber Rahmenfristerstreckung durch Freiwilliges Sozialjahr
  • Familienbeihilfe bis zur Vollendung des 24. Lebensjahres
  • Taschengeld in Höhe von mindestens 10% und maximal 100% der Geringfügigkeitsgrenze gemäß § 5 Abs. 2 Z 2 des Allgemeinen Sozialversicherungsgesetzes (ASVG)
  • Sachleistungen wie Unterkunft, Verpflegung und Arbeitskleidung werden von den Einsatzstellen unterschiedlich gehandhabt (keine rechtliche Verpflichtung)
  • Persönliche Ansprechperson in der Einsatzstelle
  • Pädagogische Betreuung und Begleitung durch pädagogisch geschulte Kräfte im Ausmaß von mindestens 150 Stunden
  • Freistellung im Ausmaß von rund 2 Tagen/Monat unter Fortzahlung des Taschengeldes. Darüber hinaus kann eine Freistellung aus wichtigen persönlichen Gründen gewährt werden.
  • Teilnehmende dürfen nicht länger als 34 Wochenstunden tätig sein
  • Ausstellung eines Zertifikates nach Abschluss des Einsatzes
  • Erforderlichenfalls eine Zusatzkrankenversicherung und eine Auslandsreiseversicherung

Gedenkdienst

Der Einsatz von Teilnehmer/innen des Gedenkdienstes erfolgt in einer der zahlreichen  Holocaust-Gedenkstätten auf der ganzen Welt. Der Tätigkeitsbereich besteht hauptsächlich aus der Planung und Organisation von Führungen durch die Gedenkstätten und Vorträgen an Universitäten und Schulen, sowie aus der Durchführung und Dokumentation von Interviews mit Zeitzeuginnen und -zeugen, sodass deren Erfahrungen nie vergessen werden.

Die intensive Auseinandersetzung ermöglicht es den Teilnehmenden, tiefgreifende Einblicke in diese komplexe Materie zu gewinnen und, zur gleichen Zeit, erlaubt es ihm/ihr, einen persönlichen Beitrag zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus zu leisten. Spezielles Ziel des Gedenkdienstes ist die Förderung des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus und die damit zusammenhängende Bewusstseinsbildungs- und Aufklärungsarbeit.

Beim Gedenkdienst kann der Einsatz im In- und Ausland stattfinden. Die Einsatzstellen beim Friedens- und Sozialdienstes liegen ausschließlich im Ausland. Die Rahmenbedingungen des Gedenkdienstes und des Friedens- und Sozialdienstes im Ausland entsprechen sinngemäß, bis auf die Ausnahmen im Abschnitt 4 des FreiwG, jenen des Freiwilligen Sozialjahres.

Trägerorganisationen für Auslandsdienste

Ergebnisse: 1 - 20 von 20

Name (Titel) Adresse PLZ Ort Kontaktperson E-Mail Website
Grenzenlos - Interkultureller Austausch Latschkagasse 1/4 1090 Wien Andreas Hubmann E-mail Website
VOLONTARIAT bewegt St. Veit-Gasse 25 1130 Wien Johannes RUPPACHER E-mail Website
VIDES Austria Schmiedingerstraße 28 5020 Salzburg Renate SCHOBESBERGER E-mail Website
Provinz Österreich der Gemeinschaft der Missionsschwestern vom Kostbaren Blut Klosterweg 2 9241 Wernberg Andreas WEISSBACHER E-mail Website
Internationale Freiwilligeneinsätze CÖ gGmbH Bahnhofstraße 9, OG 2 6850 Dornbirn Gerhard VONACH E-mail Website
Österreichischer Auslandsdienst Hutterweg 6 6020 Innsbruck Andreas MAISLINGER E-mail Website
Ordensgemeinschaft der Salvatorianer Habsburgergasse 12 1010 Wien Lukas KOROSEC E-mail Website
NPH Österreich – Hilfe für Waisenkinder – Unsere kleinen Brüder und Schwestern Zollergasse 37/5 1070 Wien Wolfgang MARTINEK E-mail Website
Jugend Eine Welt-Don Bosco Aktion Austria St. Veit-Gasse 25 1130 Wien Reinhard HEISERER E-mail Website
INTERSOL – Verein zur Förderung internationaler Solidarität Strubergasse 18/1 5020 Salzburg Hans EDER E-mail Website
Informationsgruppe Lateinamerika - IGLA Währinger Straße 59 1090 Wien Hermann KLOSIUS E-mail Website
Gesellschaft für Ö.-Arabische Beziehungen Laaer-Berg-Straße 43 1100 Wien Fritz EDLINGER E-mail Website
Eine Welt – Oberösterreichische Landlerhilfe Niederreithstraße 37 4020 Linz Helmut ATZLINGER E-mail Website
CONCORDIA AUSTRIA Verein für Sozialprojekte P. Georg Sporschill SJ Hochstettergasse 6 1020 Wien Ulla KONRAD E-mail Website
Childrenplanet Postfach 29 4522 Sierning Christian GSÖLLRADL-SAMHABER E-mail Website
CHICA AUSTRIA Krankenhausgasse 6 5280 Braunau Bruno PLUNGER E-mail Website
Caritas der Diözese Feldkirch Wichnergasse 22 6800 Feldkirch Walter SCHMOLLY E-mail Website
Bund Evangelikaler Gemeinden in Österreich Ispergasse 22 1210 Wien Erich RÖHRER E-mail Website
Niemals Vergessen, Verein für die Förderung von Holocaust-Gedenkstätten Daringergasse 14/25/6 1190 Wien Hannes SCHWANTNER E-mail Website
Gedenkdienst-Verein für historisch-politische Bildungsarbeit und internationalen Dialog Margaretenstraße 166 1050 Wien Michael SPIEGL E-mail Website
Ja