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Termine

Freiwilliges Sozialjahr

Eine Erfolgsgeschichte

Durch das am 1.6.2012 in Kraft getretene Freiwilligengesetz (FreiwG) erhielt das seit mehr als 40 Jahre bestehende Freiwillige Sozialjahr eine gesetzliche Grundlage. Mit Schaffung der Rahmenbedingungen ging auch eine deutliche Steigerung der Teilnehmer/-innen am Freiwilligen Sozialjahr einher. Absolvierten vor 2012 jährlich zwischen 300 und 400 Freiwillige ein Freiwilliges Sozialjahr, konnte diese Zahl 2016 mehr als verdoppelt werden.

Mitverantwortlich für diese Steigerung sind unter anderem die Rettungsdienste, wie der Arbeiter Samariterbund Österreichs und das Österreichische Rote Kreuz, die 2014 bzw. 2015 als Träger eines Freiwilligen Sozialjahres bescheidmäßig anerkannt wurden.


Ein Ausbildungsverhältnis

Für Menschen, die sich sozial engagieren und gleichzeitig auch ihre persönliche Eignung füreinenSozialberuf überprüfen möchten, bietet das Freiwillige Sozialjahr (FSJ) die Möglichkeit, in einem geregelten und geschützten Rahmen konkrete Erfahrungen in der Sozialarbeit zu machen und sich persönlich weiterzuentwickeln. Integraler Bestandteil des FSJ ist ein begleitendes pädagogisches Angebot für die Teilnehmenden. Etwa 80 Prozent der jungen Menschen entscheiden sich nach einem FSJ für einen Beruf im Sozialbereich. Ein Freiwilliges Sozialjahr gemäß FreiwG dauert je nach Vereinbarung zwischen sechs Monaten und einem Jahr. In dieser Zeit sind Personen ab Vollendung des 17. Lebensjahres (in Ausnahmefällen, d.h. bei besonderer Eignung, ist eine Teilnahme ab einem Alter von 16 Jahren möglich) in einer geeigneten sozialen Einrichtung (Einsatzstelle) tätig. Mögliche Einsatzbereiche sind die Arbeit mit behinderten Menschen, mit alten Menschen, mit Kindern, mit Jugendlichen sowie mit Flüchtlingen, Obdachlosen, im Rettungswesen oder in Besuchs- und Betreuungseinrichtungen.

Mit dem FSJ ist eine sozialrechtliche Absicherung verbunden. Die Teilnehmer/innen sind kranken-, unfall- und pensionsversichert und haben gegebenenfalls Anspruch auf Familienbeihilfe. Das FSJ ist laut Gesetz ausdrücklich kein Arbeits-, sondern ein Ausbildungsverhältnis zur Berufsorientierung. Deshalb sind eine Ansprechperson in der Einsatzstelle sowie fachliche Anleitung, pädagogische Betreuung und Begleitung im Ausmaß von mindestens 150 Stunden vorgeschrieben. Die Teilnehmenden haben einen Urlaubsanspruch von 25 Arbeitstagen, wenn das FSJ zwölf Monate dauert (andernfalls aliquoter Urlaubsanspruch). Sie erhalten ein Taschengeld (mindestens 50 % und maximal 100 % der Geringfügigkeitsgrenze, d.s. für 2017 zwischen € 212,85.- und € 425,70 pro Monat) und sonstige Sachleistungen. In vielen Fällen werden Unterkunft und Verpflegung an der Einsatzstelle gewährleistet.

Seit 2014 können die Teilnehmenden bis 24 Jahre die vom Familienlastenausgleichsfonds (FLAF) finanzierten Freifahrten nützen. Die Teilnehmenden dürfen maximal 34 Wochenstunden im Einsatz sein. Für sie gelten zudem das Mutterschutzgesetz, spezifische Haftungsbeschränkungen und die Wochenruhe-Bestimmung, nach der über 18-Jährige pro Woche mindestens 36 Stunden ununterbrochene Freizeit haben müssen. Für Jüngere gilt das Kinder- und Jugendlichen-Beschäftigungsgesetz (KJBG).

Die Anbieter bzw.  TrägerGemeinnützige Träger der freien Wohlfahrtspflege oder andere gemeinnützige, nicht auf Gewinn orientierte juristische Personen privaten Rechts mit Sitz im Inland sind auf Antrag mit Bescheid des Bundesministers für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz als Träger des Freiwilligen Sozialjahres anzuerkennen; die Anerkennung kann befristet oder unbefristet erfolgen (§ 8 FreiwG). des FSJ müssen laut Freiwilligengesetz vom Sozialministerium anerkannt werden, um die Qualität des Angebots sicherzustellen. Qualitätskriterien für die Anerkennung sind u.a. fachliche und wirtschaftliche Voraussetzungen zur Organisation eines FSJ, mindestens 15 vom Träger unabhängige Einsatzstellen mit überregionaler Streuung in zumindest drei unter- schiedlichen Einsatzbereichen, Erfahrungen im Freiwilligenmanagement, ausreichendes und qualifiziertes Betreuungspersonal sowie ein Bildungsprogramm.

Derzeit sind sechs Trägerorganisationen per Bescheid anerkannt.

Sie interessieren sich für eine Einsatzstelle?

Tipp!

Wenn Sie ein Freiwilliges Sozialjahr machen möchten und eine passende Einsatzstelle suchen, können Sie dies auch über die Kartennavigation. Wenn Sie Informationen hinsichtlich des Bewerbungsablaufes, der Tätigkeit, den dafür notwendigen Voraussetzungen einholen möchten, ist dies ausschließlich über die angegebene Ansprechperson der Trägerorganisation möglich. Von Gesetzes wegen sind die Trägerorganisationen zur Vermittlung von Einsatzstellen vorgesehen und nur diese können Ihnen bei der Suche einer passenden Einsatzstelle zur Seite stehen. Eine direkte Kontaktaufnahme mit der Einsatzstelle führt Sie nicht schneller zum gewünschten Ergebnis, sondern gründet lediglich Verwirrung.

KARTENNAVIGATION

Träger des Freiwilligen Sozialjahres im Inland

Verein zur Förderung freiwilliger sozialer Dienste

ZVR: 325896611
Bescheid: BMASK-58705/0005-V/A/6/2016
Befristung: 30.06.2020
Leondinger Straße 16 
4020 Linz

 


 

Diakonie Österreich


ZVR: 023242603
Bescheid: BMASK-58705/0002-V/A/6/2016
Befristung: 30.06.2020
Schwarzspanierstraße 13
1090 Wien

 


 

Volkshilfe Oberösterreich


ZVR: 064371505
Bescheid: BMASK-58705/0001-V/A/6/2016
Befristung: 30.06.2020
Glimpfingerstraße 48
4020 Linz

 


 

Soziale Berufsorientierung Vorarlberg

FN°: 388413x
Bescheid: BMASK-58705/0003-V/A/6/2016
Befristung: 30.06.2020
Wichnergasse 22
6800 Feldkirch

 

Arbeiter Samariterbund Österreichs

ZVR:765397518
Bescheid: BMASK-58705/0004-V/A/6/2016
Befristung: 30.06.2020
Hollergasse 2-6
1150 Wien

 

Österreichisches Rotes Kreuz


ZVR: 432857691
Bescheid: BMASK-58705/0001-V/A/6/2015
Befristung: 30.06.2018
Wiedner Hauptstraße 32
1040 Wien

 

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