Definition: Was ist „CSR“?
Corporate Social Responsibilty (CSR): Es ist wichtig, dass sich Unternehmen auch gesellschaftlich engagieren. Die Unterstützung lokaler Freiwilligenorganisationen durch lokale Unternehmen (z.B. durch Sach- oder Geldspenden) ist dabei eine relativ verbreitete Variante. Im Zug der gesellschaftlichen Debatte über die soziale Verantwortung von (internationalen) Unternehmen wurde das Konzept der „Coporate Social Responsibility" (kurz: CSR) entwickelt. CSR gibt dem gesellschaftlichen Einsatz von Unternehmen einen konzeptionellen Rahmen: Unternehmen integrieren freiwillig soziale oder ökologische Belange in ihre ökonomische Tätigkeit. CSR ist kein abgehobenes Konstrukt, sondern ein konkretes Managementinstrument. Von seiner Umsetzung können neben Unternehmen selbst auch die MitarbeiterInnen und die Gesellschaft generell profitieren. Konkrete Vorteile für Unternehmen sind eine bessere Mitarbeiterbindung, Kostensenkung durch nachhaltiges Human Resources-Management, besseres Image und mehr Vertrauen seitens der Öffentlichkeit sowie eine stärkere Kundenbindung.
Corporate Volunteering: Ein besonders wichtiges Handlungsfeld für Unternehmen mit sozialer Verantwortung ist die Unterstützung von Freiwilligenarbeit. Für Unternehmen gibt es zahlreiche Möglichkeiten, Freiwilligenarbeit zu unterstützen - und selbst davon zu profitieren. Gezielte Geldspenden an spezifische Projekte, die Förderung des freiwilligen Engagements von Mitarbeiter/innen und betriebliche Freiwilligenprogramme („Corporate Volunteering") oder die Nutzung freiwilligen Engagements für die Personal- und Organisationsentwicklung bringen Win-Win-Situationen für Unternehmen und Gesellschaft.
„NeSoVe" - Netzwerk für Soziale Verantwortung: Das Bundesministerium für Soziales und Konsumentenschutz unterstützt sowohl die Unternehmensplattform http://www.respact.at/ als auch das Netzwerk für Soziale Verantwortung „NeSoVe" als Mitglied. „NeSoVe" dient als Kommunikations- und Informationsdrehscheibe für ArbeitnehmerInneninteressensvertretungen. Dieses Netzwerk tritt für eine Einbindung der betroffenen Interessensgruppen (Stakeholder) in die Entwicklung, Einführung und Kontrolle von CSR-Maßnahmen ein.
Das Netzwerk besteht aus Nichtregierungsorganisationen aus den Bereichen Menschenrechte, Entwicklungszusammenarbeit, Antidiskriminierungspolitik, Umwelt und ArbeitnehmerInnenvertretung. Das BMSK unterstützt zur Zeit finanziell die Erarbeitung eines CSR- Indikatorensystem durch „NeSoVe", das die Bewertung des CSR-Entwicklungsstandes einer Organisation insgesamt und in den relevanten Teilbereichen ermöglichen soll.
http://www.netzwerksozialeverantwortung.at/
„RespACT Austria": Weiters fördert das Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz als Mitglied die Plattform „RespACT, die zum Ziel hat, den Bekanntheitsgrad von CSR in Österreich zu steigern und gleichzeitig die Vorteile von CSR in Österreich aufzuzeigen. „respACT austria" ist die führende Unternehmensvertretung und erhält eine Förderung seitens des BMASK für Projekte, wie zum Beispiel den CSR-Tag, der seit 2006 einmal jährlich abgehalten wird.
TRIGOS: Mit dem Wettbewerb TRIGOS werden jährlich Unternehmen für ihr soziales und ökologisches Engagement ausgezeichnet. Die Preise werden in den Kategorien Arbeitsplatz, Markt, Gesellschaft und Ökologie verliehen. Bisher (2004-2008) wurden 50 Sieger aus rund 530 Einreichungen ausgezeichnet. In der Kategorie Gesellschaft spielt die Förderung von freiwilligem Engagement eine zentrale Rolle. Unternehmen, die Freiwilligenarbeit fördern und unterstützen, haben damit die Chance, im Rahmen von TRIGOS öffentlichkeitswirksam ausgezeichnet zu werden.

